Häufig gestellte Fragen

An dieser Stelle findet ihr Infos zu den Themen, die uns als Verein besonders am Herzen liegen. Wir beantworten auch Fragen, die uns bei unserer langjährigen Arbeit und Erfahrung im Tierschutz schon häufig gestellt wurden. Bitte lest euch unsere Hinweise sorgfältig durch, solltet ihr darüber nachdenken, einem Tier ein Zuhause zu schenken.

Checkliste: Diese Fragen solltet ihr klären, bevor ihr einen Hund adoptiert

Wir müssen immer wieder feststellen: Viele Interessenten sind zwar sehr motiviert und sind in den Hund ihrer Wahl richtig verliebt, haben sich aber scheinbar kaum Gedanken gemacht, ob und inwiefern dieser Hund in ihr Leben passt. Hier sind einmal die wichtigsten Fragen, die ihr euch auf jeden Fall stellen solltet, bevor ihr einen Hund bei euch einziehen lasst.

Sind wirklich all eure Familienmitglieder mit einem Hund einverstanden?

Bevor ihr euch auf die ernsthafte Suche nach einem Hund als neuem Familienmitglied macht, solltet ihr vorher ganz genau mit allen Familienmitgliedern oder auch Mitbewohnern klären, ob sie mit dem Einzug eines Hundes einverstanden sind. Klärt dabei auch, wer ggf. welche Aufgaben übernehmen wird oder ob die Verantwortung ganz allein bei euch liegt. Das schlimmste für einen Vierbeiner ist es, nach kurzer Eingewöhnung an die Familie wieder gehen zu müssen, weil es seinetwegen, aber von ihm letztlich unverschuldet, Konflikte gibt.

Erlaubt euer Vermieter einen Hund?

Wenn ihr nicht in der luxuriösen Situation seid, ein Eigenheim zu besitzen, dann müsst ihr unbedingt euren Vermieter um sein Einverständnis fragen, bevor ihr einen Hund bei euch einziehen lassen wollt. Wenn ihr nicht im Erdgeschoss wohnt, solltet ihr außerdem überdenken: Gibt es einen Fahrstuhl oder müsste ich den Hund im Krankheitsfall, bei Welpen und kleinen Hunden sogar immer, die Treppen tragen? Könnte ich ihn überhaupt tragen? Ein Haus mit Garten muss es aus Hundesicht übrigens gar nicht immer unbedingt sein. Ihr müsst euren Hund nur genügend auslasten können und es sollte in eurer Umgebung Grünflächen bzw. Grünanlagen geben, die ihr mit dem Hund erkunden könnt.

Habt ihr auch im Alltag genügend Zeit für einen Hund?

Überdenkt auf jeden Fall auch, ob ein Hund in euren Alltag passt. Wenn ihr von Nine-to-Five im Büro seid, keine Party auslassen möchtet oder beruflich auf vielen Geschäftsreisen eingespannt seid, passt ein Hund leider einfach nicht in euer Leben. Vierbeiner sollten grundsätzlich regelmäßig nicht länger als vier bis fünf Stunden am Tag alleine bleiben müssen. Hin und wieder halten es erwachsene Hunde auch mal bis zu sechs oder sieben Stunden aus, sie länger allein zu lassen ist aber einfach nicht fair. Hunde sind Rudeltiere und brauchen Menschen um sich.

Vor der Adoption eines Welpen: Könnt ihr euch rund um die Uhr um den Welpen kümmern?

Welpen brauchen ganz besonders viel Zeit und Zuwendung. Sie müssen noch alles lernen. Vor allem die Stubenreinheit. Welpen müssen zum einen erst einmal lernen, dass es diese Regel gibt. Zum anderen können sie einfach noch nicht so gut ihre Blase kontrollieren, wie erwachsene Hunde. Am Anfang solltet ihr daher damit rechnen, oft mit dem Welpen rausgehen zu müssen, das heißt auch nachts. Nur so lernt er, dass er sein Geschäft draußen zu erledigen hat. Wenn ihr dann am nächsten Morgen um 6 Uhr zur Arbeit wollt, passt das einfach nicht zusammen. Ihr solltet euch für die Eingewöhnung mit dem Welpen auf jeden Fall Urlaub nehmen können.

Könnt und wollt ihr euch wirklich die nächsten 15 Jahre um einen Hund kümmern?

Je nach Alter und Gesundheit des Hundes, der zu euch kommt, kann es gut und gerne sein, dass er euch die nächsten 15 Jahre treu begleiten kann und möchte. Könnt und möchtet ihr das denn auch?

Welche Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder könnten auf den Hund aufpassen, wenn ihr es mal nicht könnt?

Klärt vor der Anschaffung eines Hundes auch, wer sich z. B. im Krankheitsfall um euren Vierbeiner kümmern kann. Schreibt euch Namen und Adressen der Leute auf, die dazu bereit wären und denen ihr auch vertraut. Klärt auch, wann sie den Hund nehmen könnten (z. B. nur in den Ferien?).

Erlauben eure Finanzen den Unterhalt eines Hundes? Und im Notfall, auch seine medizinische Versorgung?

Der Erwerb und Unterhalt eines Hundes kostet Geld. Mit den Schutzgebühren, die wir für jeden Hund nehmen, wird ein Teil unserer durch den Transport, das Chippen, Kastrieren und Impfen unserer Schützlinge entstandenen Kosten gedeckt. Eine gewisse Erstausstattung mit z. B. Körbchen, Geschirr, Leine, Näpfen, Leckerlis etc. sollte auch selbstverständlich sein. Es kommen aber noch laufende Kosten dazu, die ihr berücksichtigen solltet: Es entstehen permanente Kosten durch z. B. Futter, Hundesteuer (wie hoch ist die in eurem Bundesland?), Hunde-Haftpflichtversicherung, ggf. auch für Hundeschule und eine Betreuung des Hundes. Wir empfehlen außerdem allen Hundehaltern, eine Hundekrankenversicherung abzuschließen. Kein Hund sollte im Falle von Krankheit oder einem Unfall sterben, weil kein Geld da ist. Erlauben eure Finanzen das alles?

Seid ihr bereit, den Hund in euren Urlaub mitzunehmen oder habt ihr sonst die Möglichkeit, ihn irgendwo unterzubringen?

Fahrt ihr oft in den Urlaub? Ist es möglich bzw. sinnvoll, den Hund dort mit hinzunehmen? Gibt es vor Ort zum Beispiel Hundeauslaufzonen oder Hundestrände? Ihr solltet euch ansonsten auch überlegen, ob und wo ihr den Hund in eurem Urlaub lassen könnt, wo er gut aufgehoben ist.

Inwieweit sind eure Freizeitaktivitäten mit einem Hund vereinbar?

Wenn ihr euch für einen unserer Vierbeiner in Not interessiert, beraten wir uns immer gemeinsam, ob der Hund zu euch passt und andersherum. Wenn ihr z. B. einen quirligen Mischling mit offensichtlichem Jack-Russell-Einschlag toll findet, aber kaum Sport oder Bewegung im Alltag habt, dann raten wir euch ganz klar zu einem anderen unserer Schützlinge. Gibt es vielleicht auch Freunde oder Verwandte, die ihr regelmäßig besucht, die Angst vor Hunden oder Allergien haben? Überlegt euch am besten, was ihr nach Feierabend am liebsten tut. Checkt danach, welche der Aktivitäten sich mit einem Hund vereinbaren lassen (z. B. Joggen bei einem sportlichen Hund), und welche eher nicht (z. B. Shoppingtouren in der Stadt).

Stören euch Dreck und Unordnung?

Hunden ist es egal, ob ihr den weißen Teppich gerade erst neu gekauft habt. Wenn er kuschelig aussieht, wird er in Beschlag genommen. Egal, ob die Pfoten rabenschwarz oder der Bauch klatschnass ist. Hunde verlieren Haare, sabbern, knabbern vielleicht mal hier und da etwas an. Kurzum: Wenn ihr penibel auf Sauberkeit und Ordnung achtet, dann solltet ihr euch im Klaren sein: Mit einem Hund als Mitbewohner wird die Reinigung und Instandhaltung der Wohnung einfach aufwendiger.

Seid ihr fit genug, um einen Hund auszulasten?

Hunde sollten mindestens dreimal täglich Gassi geführt werden. Das heißt: Auch bei Regen, Schnee und manchmal auch bei Dunkelheit. Habt ihr dafür genug Energie und seid körperlich, das heißt auch gesundheitlich, fit genug?

Habt ihr eine Tierhaar-Allergie, die euch das Zusammenleben mit einem Hund verbietet?

Ihr solltet unbedingt vorher klären, ob bei euch oder euren Mitbewohnern eine Allergie vorliegt, die dem Einzug einer Fellnase bei euch im Weg stehen könnte. Es wäre unendlich schade, wenn ihr den lieb gewonnenen Vierbeiner aus diesem Grund wieder abgeben müsst, nachdem er sich schon bei euch eingelebt hat.

Wie viel Erfahrung habt ihr mit Hunden bzw. seid ihr bereit, euch genau zu informieren?

Es ist grundsätzlich nicht schlimm, wenn ihr noch unerfahren mit der Haltung von Hunden seid. Wir beraten euch gerne, um einen Vierbeiner zu finden, der zu euch passt, und andersherum. In jedem Fall solltet ihr aber bereit sein, euch genau über die Haltung und Erziehung von Hunden zu informieren und prinzipiell auch eine Hundeschule zu besuchen. Gerade, wenn ihr einen Welpen adoptieren wollt, empfehlen wir euch, euch umfassend zu informieren. Gerne beraten wir euch auch bei allen Fragen, die ihr habt. Wir hören immer gerne von unseren Schützlingen und geben euch gerne Tipps, wie das Zusammenleben am besten klappt.

Habt ihr genügend Geduld, Liebe und Einfühlungsvermögen für einen Hund?

Auch wenn euch euer Vierbeiner mal auf den Keks geht, weil er vielleicht doch mal in die Wohnung gemacht oder euren Lieblingsschuh zerkaut hat: Ihr solltet immer genug Liebe und Verständnis für ihn haben. Dem Hund gegenüber aggressiv zu werden, ist absolut kontraproduktiv. Gerade unsere Schützlinge aus dem Ausland haben teilweise schlechte Erfahrungen mit Menschen machen müssen, und würden das Vertrauen zu euch verlieren. Es gilt vielmehr, klare Regeln aufzustellen und diese geduldig und einfühlsam durchzusetzen.

Fazit

Danke erst einmal, dass ihr euch mit diesen Fragen auseinandergesetzt habt. Es zeigt, dass ihr ernsthaftes Interesse an der Adoption eines Hundes habt. Wenn ihr all unsere Fragen für euch selbst ehrlich beantwortet habt und immernoch einen Hund adoptieren möchtet, bleibt die Frage: Seid ihr bereit, mit einem Hund durch Dick und Dünn zu gehen?
Hunde sind die wohl treuesten Begleiter des Menschen. Sie stehen uns zur Seite, egal, ob die Frisur gerade nicht sitzt oder wir einen schlechten Tag haben. Seid ihr bereit, einem Hund ähnlich loyal zur Seite zu stehen? Würdet ihr immer im Sinne eures Tieres entscheiden können, auch wenn eine solche Entscheidung manchmal schwierig ist? Könntet ihr einem Hund bedingungslose Liebe entgegenbringen? Dann lernt hier unsere zu vermittelnden Schützlinge kennen. Vielleicht findet ihr ja euren Herzenshund, der euch genau diese Liebe auch entgegenbringt.

Der typische Ablauf einer Vermittlung

Ihr seid durch unsere Website, Kleinanzeigen oder Freunde und Bekannte auf unsere tollen Vierbeiner aufmerksam geworden und könnt euch vorstellen, einen unserer Schützlinge zu adoptieren? Dann fragt ihr euch womöglich, wie so eine Adoption eigentlich abläuft. Deshalb haben wir hier einmal die typischen Schritte einer Vermittlung für euch festgehalten.

Kontakt aufnehmen

Wenn ihr euch für einen Vierbeiner interessiert, ist der erste Schritt, Kontakt zu uns aufzunehmen. Nutzt dafür entweder das Kontaktformular, das es für jeden unserer Schützlinge auf unserer Website gibt oder, noch besser: ruft uns einfach an. Das ist meist der schnellste und unkomplizierteste Weg. Unsere Nummer ist 04154 8042979. Bitte habt Verständnis, dass ihr nicht direkt mit allen Pflegestellen telefonieren könnt. Unsere Pflegestellen arbeiten ehrenamtlich für uns, das heißt sie haben noch Haupt-Jobs und können nicht immer an das Handy gehen. Der telefonische Kontakt läuft daher immer erstmal über Anja Laupichler.

Den Vierbeiner kennenlernen

Weil alle unsere Schützlinge schon in Pflegestellen in Deutschland sind, habt ihr die Möglichkeit, einen Termin für ein Kennenlernen zu vereinbaren. Bei ängstlichen Hunden empfehlen wir auch, sich mehrere Male bei der Pflegestelle zu verabreden, um Vertrauen zu dem Tier aufzubauen.

Nach dem Kennenlernen des Tieres empfehlen wir jedem Interessenten, eine Nacht darüber zu schlafen. Solche Entscheidungen sollten nie spontan, sondern immer rational gefällt werden. Natürlich beraten wir uns auch intern, um zu überlegen, ob der Vierbeiner gut zur Familie passt und andersherum.

Auskunft geben

Besteht dann von beiden Seiten Interesse, ist der nächste Schritt eine Selbstauskunft. Hier fragen wir z. B. ab, ob die Lebensumstände, die persönliche Einstellung zum Vierbeiner und die Wohnsituation eine Vermittlung zu euch hergeben. Wer jeden Tag acht Stunden arbeitet und einen Hund adoptieren möchte, der kann ihm einfach nicht gerecht werden.

Ein Tier „zur Probe“ mitzunehmen, ist bei uns nicht möglich. Klar, wir können den Wunsch verstehen, aber Tiere sind eben keine Nutzgegenstände wie Autos. Deshalb empfehlen wir allen Interessenten, die noch unsicher sind: Besucht den Vierbeiner eurer Träume mehrmals und lernt z. B. einen Hund bei Spaziergängen in verschiedenen Situationen kennen.

Vorkontrolle und Vertrag

War die Selbstauskunft positiv, erfolgt eine Vorkontrolle durch eines unserer Vereinsmitglieder. Dabei kontrollieren wir nicht, ob auch wirklich keine Wollmaus unter dem Sofa liegt, sondern wir wollen nur einen besseren Eindruck von euch bekommen. Es geht einfach darum, ob man sich vorstellen kann, dass einer unserer Schützlinge bei euch einzieht. Je nach Absprache ist es auch möglich, den Vierbeiner direkt zur Vorkontrolle zu euch mitzunehmen. Hat alles geklappt, wird ein Tierschutzvertrag zwischen euch und dem Vierbeiner in Not e.V. geschlossen. Darin ist auch die Zahlung der sogenannten Schutzgebühr geregelt.

Die Schutzgebühr entrichten

Mit der Schutzgebühr werden unsere im Zuge der Vermittlung entstehenden Kosten gedeckt und weitere Tierschutzprojekte finanziert. All unsere Vierbeiner werden geimpft und gechipt vermittelt. Unsere Schützlinge sind bei der Übergabe auch kastriert, sofern sie alt genug sind und gesundheitlich nichts gegen eine Operation spricht. Spätestens in dem Zuge wird der Vierbeiner dann von euch in Absprache mit der Pflegestelle abgeholt und kann bei euch einziehen. Wir „reservieren“ unsere Schützlinge nicht, bis 12 Uhr des nächsten Tages möchten wir eine konkrete Zu- oder Absage von euch haben. Für jedes Tier, das wir gut vermitteln, können wir ein weiteres aus dem Elend retten.

In Kontakt bleiben

Nach der erfolgreichen Vermittlung freuen wir uns natürlich hin und wieder über Infos und Bilder von euch mit eurem Herzens-Vierbeiner. Genauso wie es eine Vorkontrolle gibt, wird von uns auch eine Nachkontrolle durchgeführt. Nur so können wir sicherstellen, dass es unserem Schützling bei euch gut geht. Dagegen kann keiner Einwände haben, denn kein Vierbeiner sollte von einer Hundehölle in die nächste. Für uns hört die Betreuung nach der Adoption auch nicht immer auf. Wir stehen allen Adoptionsfamilien mit Tipps zur Seite, damit das Zusammenleben mit dem neuen Mitbewohner reibungslos klappt.

Also, worauf wartet ihr noch? Lernt hier unsere tollen Vierbeiner kennen.

Eine Ode an den Angsthund

Diesen Brief an einen Straßenhund hat unsere Freundin Saskia von HundeHeimat (hundeheimat.de) geschrieben. Wir finden, er trifft die Besonderheiten am Zusammenleben mit einem Angsthund ganz wunderbar. Wir dürfen ihn an dieser Stelle veröffentlichen.

Liebesbrief an einen Straßenhund

Du warst einsam, hattest Hunger. 
Du wurdest gequält und verachtet. 
Verjagt, gehasst, misshandelt. 
Du wurdest brutal gefangen, geschlagen, eingesperrt. Vergessen. 
Es war dunkel, genau wie in dir. 
Du hattest keine Hoffnung, nie bekamst du Liebe.

Ich nahm dich auf, doch war ich dein Feind.
Ich bin ein Mensch. Du konntest nicht vergessen, was passiert ist. 
Was der Mensch mit dir gemacht hat. Für dich war ich einer von denen und du konntest mir nicht glauben, dass ich anders bin. 
Du bist weggelaufen, immer wieder. Ich habe dich zurückgeholt, jedes Mal. Ich werde dich nie aufgeben, das versprach ich dir.

Seit einem Jahr bist du hier. Mittlerweile liebst du dein Leben, mittlerweile kannst du es genießen. Du bist frei, hast aber eine Heimat. 
Du bist ein Straßenhund und trotzdem nicht obdachlos. 
Du bist nicht zahm, aber auch nicht mehr wild. 
Du kennst keine Kommandos, aber du folgst mir. 
Du hast noch immer Angst vor Menschen, aber du bleibst bei mir.

Was ich von dir erwarte? 
Gar nichts. 
Was du mir gibst? 
Einfach alles. 
Jeden Schritt, den deine Pfötchen auf die Erde setzen, beobachte ich. Jeden Blick, den du mir zuwirfst, atme ich ein wie Luft.
Es ist ein Geschenk, zu sehen, wie du dich entwickelst, wie du deine Ängste loslassen kannst.

Ich glaube an dich, habe es immer getan.
Und ich werde immer auf dich aufpassen und dir eine Heimat geben. 
Du bist ein Straßenhund, der geliebt wird, der kuscheln darf, in einer Kuscheldecke. 
Ich liebe dich bedingungslos, sei wie du bist, denn du bist wundervoll. 
Ich sehe dich mit meinem Herzen, denn genau dort bist du. 
Du bleibst ein Teil von mir, solange dein Herz in deiner weißen Brust schlägt.
Ich werde alles dafür tun, dass du glücklich bist und noch glücklicher wirst.

Ich werde dir, wenn du alt und grau bist, eines Tages, wenn deine Augen müde werden, in dein Ohr flüstern können, 
„Du hast alles richtig gemacht!“
Egal, was du gemacht hast. 
Vielleicht kannst du dann deine Pfote in meine Hand legen, und mir mit deinem Blick sagen:
„Du auch.”
Wenn ich dann eine Träne vergieße, dann nicht aus Traurigkeit, sondern aus Dankbarkeit, dass ich mit dir leben durfte.

Fazit

Ja, natürlich kann man es schaffen. Diese Hunde sind einfach sehr sensibel und brauchen meist ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl als andere Vierbeiner. Aber was sie einem zurückgeben, lässt sich nicht mit Gold aufwiegen.

Handicap Hunde

Das Thema Handicap Hunde liegt uns besonders am Herzen. Viele tolle Hunde mit einer Beeinträchtigung finden kein Zuhause, weil die Menschen Vorurteile haben oder eben einfach ein perfektes Tier suchen. Das ist nicht fair, finden wir, denn Handicap Hunde können ein genauso glückliches und erfülltes Leben haben, wie andere Vierbeiner.

Ihr glaubt uns nicht? Wir haben mal Jake gefragt, einen Handicap Hund, den wir adoptiert haben:

Jake berichtet: Ich liebe mein Leben

Ich bin Jake, körperlich und geistig behindert. Links blind, fast taub und irgendwie anders. Als Welpe wurde ich in Ägypten von bösen Kindern in einer Holzkiste gehalten. Dann hat man mich gerettet und gut versorgt. Man hat einen Paten für mich gefunden und ich wurde kastriert. Danach habe ich noch ein Wurmkur bekommen, leider mit einem Medikament, welches ich nicht vertragen habe. Meine Nieren und Leber haben versagt, trotzdem haben einige Menschen mich nicht aufgegeben. Nach einigen Wochen war ich soweit, ausreisen zu können und ich kam nach Deutschland.

Mein Glück in Deutschland

Dort fand ich dann einen Menschen, der mich so nahm, wie ich war. Bei mir hat es geheißen, ich kann mit anderen Hunden nicht. Jetzt lebe ich mit zwei bis fünf Hunden zusammen, bin gerne im Hundewald oder am Hundestrand und mit allem und jedem verträglich. Wenn ich aufgeregt oder total happy bin, drehe ich mich im Kreis. Mein Frauchen würde mich mit einem Baby alleine lassen, und ich würde das Baby gerne mit mir kuscheln lassen. Ich bin Jake und froh, dass mein Frauchen auch anderen Hunden eine Möglichkeit zu leben gibt.

Fazit

Hunden ist es nicht bewusst, dass sie ein Handicap haben. Sie leben im Moment, im Hier und Jetzt. Viele Leute bemitleiden sie oder fühlen sich von ihnen abgestoßen, weil sie nicht der Norm entsprechen. Wir finden: Man sollte bei der Wahl seines Herzenshundes nach dem Charakter gehen, nicht nach Äußerlichkeiten. Wenn ihr euch fragt, ob und wie das Zusammenleben mit einem Handicap Hund ist, dann lest hier diesen herrlich nachvollziehbaren Erfahrungsbericht aus dem Leben mit behinderten Hunden. Er ist wirklich lesenswert und wird eure Sichtweise auf behinderte Hunde bestimmt ändern.

Gründe für den Auslandstierschutz

Warum vermittelt ihr Tiere aus dem Ausland, in den deutschen Tierheimen sind doch auch so viele Tiere? Das ist eine Frage, die wir sehr häufig hören. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, diese viel verbreitete Ansicht richtigzustellen. Denn es gibt zwei wesentliche Gründe, warum wir uns im Auslandstierschutz engagieren: Der Bedarf nach vermittelbaren Hunden und das unvorstellbare Elend vieler Tiere im Ausland.

Der Bedarf nach vermittelbaren Hunden

Immer wieder kommen Familien zu uns, nachdem sie erfolglos zahlreiche Tierheime in Deutschland nach ihrem Herzenshund abgeklappert haben. Sie sind dann so dankbar, wenn sie bei uns einen vermittelbaren, gut sozialisierten Hund finden. Denn eines ist ganz klar: In den deutschen Tierheimen sind zwar viele Hunde, viele oder die meisten von ihnen sind aber schwer bis kaum vermittelbar, weil sie wegen ihrer Verhaltensauffälligkeiten dort gelandet sind. Ein Auslandshund nimmt doch keinem anderen Hund den Platz weg, wenn er bei einer Familie einzieht. Die Interessenten haben in den Tierheimen keinen passenden Hund gefunden. Alternativ würden sie doch gar keinen Hund adoptieren oder für teures Geld einen Hund beim Züchter kaufen.

Es bringt natürlich nichts, dauerhaft “schwierige” Hunde aus dem Ausland zu holen. Davon gibt es in der Tat genügend, die in deutschen Tierheimen sitzen und kein Zuhause finden. Aber der Bedarf nach gut sozialisierten Hunden ist in Deutschland da, ansonsten würden wir und die vielen anderen Tierschutzvereine, die Hunde aus dem Ausland vermitteln, ja nichts zu tun haben. Jede unserer Erfolgsgeschichten gibt uns Recht.

Übrigens haben auch aus dem gleichen Grund die meisten Tierheime in Deutschland Partnertierheime im Ausland, mit denen sie kooperieren. Was spricht dagegen, ein leicht vermittelbaren, heimatlosen Hund nach Deutschland zu holen, wo er die Chance auf ein liebevolles Zuhause hat?

Der Bedarf nach Hunden ist also da. Natürlich steht es aber auch jedem frei, einen Hund für viel Geld bei einem Züchter zu kaufen. Aber Vierbeiner, die verträglich mit Artgenossen und menschenbezogen sind, oft auch eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit haben, die kennen wir aus dem Tierschutz und legen wir euch ans Herz.

Das unvorstellbare Elend der Tiere im Ausland

Den meisten Menschen ist nicht bewusst, welches Tierleid in vielen südlichen und osteuropäischen Ländern herrscht. Auch unsere Tierschutzerfahrenen Vereinsmitglieder, die das erste Mal im Ausland tätig sind, sind oftmals schockiert von den dort vorherrschenden Bedingungen.

Wir haben unsere Hündin Candy aus Osteuropa gerettet, wo ihr Menschen die Vorderbeine abgehackt haben. Das Video von dem kleinen Säck, den engagierte Tierschützer in Rumänien gefunden haben, ging auf unserem Facebook-Kanal viral: Der Rüde wurde in einen Müllsack gesteckt. Dieser wurde zugebunden und wahrscheinlich aus einem fahrenden Auto neben eine Straße mitten auf dem Land geworfen, wie Müll. Hündin Nica wurde mit einer Schaufel fast totgeschlagen, Laura wurden die Ohren abgeschnitten. Wir haben unzählige weitere grausame Beispiele dieser Art, die wir euch an dieser Stelle ersparen möchten.

Die Probleme liegen oft tief in der Gesellschaft eines Landes verankert. Auch die Politik hat an vielen Stellen bisher einfach versagt. Die Frage bleibt: Haben diese Tiere nicht auch ein würdevolles Leben verdient?

Wir sind der Ansicht, dass nicht jeder Straßenhund gerettet werden muss. Wie unser Vereinsmitglied Mariella in ihrem Reisebericht aus Rumänien schildert: Manche Hunde sind friedlich freilebend, werden regelmäßig von Anwohnern mit Futter versorgt und haben Unterschlupfmöglichkeiten, müssen also nicht erfrieren. Bei solch “wilden” Rudeln reicht es doch, die Hündinnen zu kastrieren, bei Gelegenheit den Gesundheitszustand zu kontrollieren und sicherzustellen, dass die Anwohner vor Ort genügend Futtermittel zur Verfügung stellen können.

Aber wenn ein Tier leidet, dann leidet es. Als Tierschützer ist es uns egal, ob es ein rumänisches, griechisches oder deutsches Tier ist. Deswegen leisten wir übrigens selbstverständlich auch Tierschutz und Vermittlungshilfe für Vierbeiner in Deutschland.

Fazit

Nicht nur die Vermittlung von Vierbeinern aus dem Ausland, sondern auch die Aufklärungsarbeit vor Ort ist uns wichtig. Auch wollen wir zukünftig Kastrationsprojekte im Ausland unterstützen, um die ungezügelte Vermehrung von Straßenhunden einzudämmen und die damit einhergehenden Probleme gleich von Beginn an zu reduzieren. Auslandstierschutz ist eine Aufgabe, die uns viel abverlangt und oftmals nicht schön ist. Aber jeder unserer Schützlinge, den wir aus dem Elend retten und in ein liebevolles Zuhause vermitteln können, ist es wert.

Mittelmeerkrankheiten

Bei den Mittelmeerkrankheiten handelt es sich um bestimmte Krankheiten, die vermehrt im Mittelmeerraum auftreten. Dazu gehören Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose, Borreliose, Dirofilariose sowie Anaplasmose. Die Übertragung dieser Krankheiten erfolgt ausschließlich durch Insekten, nämlich durch Mücken und Zecken, die sich mittlerweile auch in Deutschland aufhalten. Habt keine Angst vor diesen Krankheiten. Sie sind alle behandelbar und euer Vierbeiner kann damit problemlos leben. Unsere Hunde werden nur bei Auffälligkeiten im Ausland gegen Mittelmeerkrankheiten getestet. Falls, dadurch bekannt, eine Erkrankung vorliegt, werdet ihr also im Vorwege darüber informiert. Wir empfehlen bei allen Hunden nach 6 Monaten ein großes Blutbild, einen Mittelmeercheck und einen Test auf Herzwürmer zu machen. Nach diesen 6 Monaten Aufenthalt in Deutschland kann nämlich erst ein eindeutiges Ergebnis erzielt werden.

Die ersten Tage im neuen Zuhause

Die meisten unserer Vierbeiner haben noch kein Zuhause gehabt, sondern haben einen Großteil ihres Lebens auf der Straße oder im Tierheim verbracht. Nur selten kennen wir ihre Vorgeschichte. Die Angaben über das Wesen der Tiere, ihr Verhalten, erhalten wir von ihren Betreuern vor Ort und/ oder sind auch die Eindrücke, die wir uns vor Ort von ihnen gemacht haben. Wie sich die Vierbeiner in anderem Umfeld verhalten werden, können wir nach Erfahrung nur versuchen einzuschätzen. Bei ihrer Ankunft jedoch gilt immer:

Sicherheit geht vor!

Manche Neuankömmlinge sind unbeschwert fröhlich, neugierig und aufgeschlossen, andere dagegen sind schüchtern, zurückhaltend oder gar ängstlich und entsprechend schreckhaft. Die meisten Tiere leben sich jedoch bald ein, wenn sie merken, dass ihnen nur Gutes widerfährt und sie Vertrauen zu ihren neuen Bezugspersonen gewonnen haben. Wie lange die Eingewöhnungszeit dauern wird, kann man im Vorfeld nur schwer einschätzen. Eine Garantie kann es nicht geben, da sich das Umfeld der Tiere völlig ändert. So zeigen manche Hunde plötzlich Angst vor anderen Artgenossen, obwohl sie vorher problemlos in Rudelhaltung gelebt haben. Andere reagieren auf einmal sehr schüchtern auf Menschen, weil sie bisher nur wenige Personen kennengelernt haben oder im Tierheim aufgewachsen sind.

Bindung und Vertrauen sind die Grundlage für ein gutes Zusammenleben

… ob man es gut mit mir meint? Die Anreise war meist lang und anstrengend und setzt die Tiere unter Stress. Aber auch ein Wechsel von einer deutschen Pflegestelle in das neue Zuhause ist mit Aufregung verbunden. Alles ist neu für die Tiere und noch nicht einschätzbar. So ist besonders in den ersten Tagen nach der Ankunft im neuen Zuhause die Gefahr besonders groß, dass euer Vierbeiner entlaufen kann! Die Neuankömmlinge stehen meist unter Stress, eine Bindung zu ihren neuen Menschen gibt es noch nicht. Vielleicht hat der Vierbeiner vorher noch nie allein ohne weitere Artgenossen gelebt und ist nun entsprechend unsicher. Er hat Freunde verloren und/oder auch seine Bezugsperson, von der er bis dahin versorgt wurde? Auch Tiere haben Trennungsschmerz! Bitte erwartet nicht, dass er gleich wedelnd, in Dankbarkeit auf euch zukommt. Kann natürlich passieren, muss aber nicht.

In den ersten Tagen nach Einzug des Vierbeiners einfühlsam und ganz besonders vorsichtig sein!

Man kann einfach nicht voraussehen, vor welchen Geräuschen oder vor welchen Situationen sich euer neuer Liebling erschrecken könnte. Entgegenkommende Tiere, rennende Menschen, Regenschirme, Lastwagen, Zug, Motorengeräusche, Plastikbecher auf der Straße, Männer mit langen Mänteln, Strohballen, … Es gibt unzählige Möglichkeiten, mit denen man nicht unbedingt rechnen kann.

Einige Tipps und Infos für die Sicherheit eures Vierbeiners bei und nach der Ankunft: Wenn ihr eine Transportbox besitzt, ist das ideal und sicher. Bitte diese zur Abholung mitnehmen. Bevor ihr einen Hund dort aus dem Auto holt, den Hund doppelt sichern, das Halsband und das Geschirr überprüfen und je eine sichere Leine daran befestigen. Das heißt, selbst, wenn man mal hinfällt oder bei Glätte ausrutscht und einem für eine Sekunde die Leine aus der Hand rutscht – es kann NICHTS passieren. Sie kostet nicht viel und rettet Hundeleben! Eine zusätzliche Leine am Geschirr ist natürlich Ideal. Ist ja i.d.R. nur in den ersten Wochen. Eine Katze kann man leicht in der Transportbox nach drinnen tragen.

In der Wohnung angekommen schließt bitte die Wohnungstür sicher. Stellt die Box an eine ruhige Ecke, öffnet sie, stellt Wasser und Futter davor und wartet einfach ab. Der Neuankömmling wird früher oder später auf Erkundungstour gehen, zum Wassernapf in der Nähe, zu einem Leckerchen, zu euch. Plätzchen, Körbchen oder Deckchen, das ihr für den Vierbeiner vorbereitet habt, sollte immer eine geschützte Ecke mit Familienanschluss sein, wo er sich zurückziehen kann und seine Ruhe findet. Auch für die Kinder sollte dieser Platz tabu sein.

Bewegt euch ruhig in der Wohnung, schaut dem schüchternen Tier nicht direkt in die Augen, beugt euch nicht über das Tier, sondern reicht ihm lieber die Hand zum Schnuppern. Füttert euer neues Familienmitglied die ersten Tage aus der Hand, um schneller eine Bindung zu ihm aufzubauen. Lasst euren Vierbeiner einfach in Ruhe alles beobachten. Bald wird der Neuankömmling spüren, dass ihr es gut mit ihm meint, und er wird Vertrauen gewinnen.

Habt einfach Geduld, schenkt eurem Tier die Zeit, die es braucht! Gewohnheiten und Rituale und wiederkehrende Abläufe zu denselben Zeiten geben den Vierbeinern Sicherheit und Orientierung und stärken ihr Gefühl, zum neuen „Rudel“ dazuzugehören.

Lasst bei eurem Hund unbedingt die ersten Tage das Halsband/ Geschirr, notfalls auch eine kürzere Leine (auch in der Wohnung) an und achtet immer auf den Vierbeiner, wenn die Haustür geöffnet wird!

Hier findet ihr wichtige Infos zum sicheren Spaziergang mit eurem Hund.

Registriert euer Tier

Bitte meldet euer Tier nach Ankunft baldmöglichst auf euren Namen um. Noch ein Tipp: lasst noch vor der Ankunft eures Tieres mindestens eine Hunde- oder Katzenmarke mit eurer Handy Nummer anfertigen (z. B. beim Schlüsseldienst). Befestigt die Marke(n) sofort am Halsband und am Geschirr, mit dem ihr euren Vierbeiner abholen möchtet, bzw. das der Vierbeiner in den ersten Tagen ständig tragen wird.

Danke für mein neues, schönes Leben!

Wir wünschen euch ein gutes Zusammenleben. Und wenn es doch mal hakt, scheut euch nicht, uns um Rat zu fragen.

Ungewöhnliches Verhalten

Wenn euer neuer Mitbewohner von seiner Pflegestelle bei euch einzieht, braucht er erstmal Ruhe und eine gewisse Eingewöhnungszeit. Gebt ihm Zeit. Nach der Reise und der Umstellung brauchen unsere Schützlinge meistens zwei Wochen, um richtig „anzukommen“. Also keine Sorge, wenn der Hund am Anfang etwas neben sich steht.

Einige unserer Vierbeiner haben keine schönen Erfahrungen gemacht. Im Alltag kann es also auch sein, dass euer Schützling vor gewissen Dingen Angst hat oder unerwartet reagiert. Habt daher bitte ein wenig Verständnis und gewöhnt euren Hund ganz langsam an Dinge, die ihm Probleme bereiten.

Hilfe – Durchfall!

Durch den Stress der Reise kann es passieren, dass euer Schützling Durchfall hat. Dies ist bedingt durch Aufregung, Klimawechsel, Stress und Futterwechsel nicht selten. Wir empfehlen dafür die Morosuppe (Möhrensuppe). Dazu könnt ihr einfach Möhren klein schneiden, über 1,5-2 Stunden kochen lassen und dann pürieren (genaues Rezept z. B. hier). Oder ihr kauft fertige Möhrengläschen für Babys. Die Suppe gebt ihr eurem Hund dann einfach als Futterersatz über ein paar Tage lang.

Wenn der Durchfall weiter anhalten sollte und er eventuell Blut, Schleim oder irgendetwas unnormales aufweist, dann kontaktiert bitte zuerst den Verein. Wir besprechen dann gemeinsam, was man unternehmen kann. Es kann leider auch vorkommen, dass unsere Hunde Giardien haben. Dies sind Einzeller, die sich im Dünndarm befinden. Wo viele Hunde sind, verbreiten sich diese Einzeller sehr schnell. Dies ist aber auch kein Problem und kann ganz einfach mit einer geeigneten Wurmkur behandelt werden.

Stubenreinheit – Loben statt Toben

Stubenreinheit – Eine Sache, die unseren Vierbeinern in neuer Umgebung manchmal schwer fällt. Selbst, wenn die Hunde in ihrer Pflegestelle bereits stubenrein waren, ist dies keine Garantie, dass sie es bei euch auch sind. Für euren Vierbeiner ist alles neu und aufregend. Daher nehmt euch Zeit und bestraft euren Neuankömmling bitte nicht. Lobt euren Vierbeiner dafür lieber gaaanz überschwänglich, wenn er draußen sein Geschäft verrichtet. Manchmal kann es etwas länger dauern, bis ein Hund dies lernt, also bleibt bitte geduldig. Wenn ihr hierbei Tipps oder Hilfe benötigt, haben wir selbstverständlich immer ein offenes Ohr für euch.

Juhu, Gassi gehen!

Hunde lieben es, Gassi zu gehen. Mindestens dreimal am Tag solltet ihr mit ihnen an die Luft. Die Sicherheit unserer Vierbeiner liegt uns ganz besonders am Herzen, daher achtet bitte darauf, dass der Hund in den ersten Wochen an der Leine gehen muss. Sichert euren Schützling daher mit einer Doppelverschnallung am Geschirr und Halsband. Zudem vermitteln wir unsere Hunde nur mit einem Dreipunkt-Sicherheitsgeschirr, aus diesem sich der Hund nicht so schnell herauswinden kann.

Noch könnt ihr euren Hund nicht einschätzen und wisst nicht, wie er in bestimmten Situationen reagiert, z. B. bei Autos, Bussen, Knallkörpern, Kindern etc. Nach einer Eingewöhnungsphase empfehlen wir, mit einer Schleppleine zu arbeiten. Diese kann der Hund selber ziehen und ihr könnt schnell auf die Leine treten, wenn es brenzlig wird. Wenn ihr mit eurem Vierbeiner Auto fahrt, empfehlen wir eine Hundebox oder aber das Anschnallen bzw. Festbinden an der Rückbank. Wenn ihr den Kofferraum dann öffnet, kann euer Liebling nicht aus dem Auto springen und ist somit gesichert.

Tractive GPS Tracker – eine sichere Sache

Leider mussten wir in der Vergangenheit schon Erfahrungen mit entlaufenen Hunden machen. Die Vierbeiner kommen in eine neue Familie, sind verwirrt und wollen zurück zu ihrer Pflegestelle oder erschrecken sich und laufen davon. Die kleinen Akrobaten können sich, wenn sie wollen, dabei leider sogar aus einem Sicherheitsgeschirr herauswinden. Ob Pflegestelle oder Endstelle – keiner möchte schlaflose Nächte wegen eines vermissten Hundes. Leider kann es auch passieren, wenn man noch so viel Hundeerfahrung hat. Deshalb werden schüchterne Hunde immer mit einem GPS Gerät vermittelt. Dieses dient keinesfalls der Überwachung, sondern lediglich dazu, den Hund schnell zu orten, wenn er entwischen sollte. Wir denken, dass dies im Interesse aller liegt. Das Tractive GPS sollte für ca. 4 Wochen an eurem Schützling bleiben. Es ist ganz einfach am Geschirr oder Halsband zu befestigen. Grundsätzlich ist es auch möglich, direkt ein eigenes GPS Gerät zu kaufen, um dieses für Ihren Vierbeiner zu verwenden.

Was nicht auf den Speiseplan eures Vierbeiners gehört

Wenn ihr euren Hund fragen würdet, ob er von eurem Teller naschen möchte: Er würde es sicher sofort gerne tun, ohne lange zu überlegen. Viele Vierbeiner aus dem Tierschutz sind es gewohnt, alles zwischen die Zähne zu nehmen, was sie kriegen.

Aber es gibt auf jeden Fall einige Lebensmittel, die ihr eurem Liebling nicht geben solltet. Wir haben sie hier einmal aufgelistet, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Alkohol

Ganz klar, Alkohol ist ein No Go für euren Vierbeiner. Es handelt sich um ein Lebergift, das je nach Menge toxisch oder auch tödlich für den Hund sein kann. Grund: der Hundekörper kann den Alkohol nur ganz langsam verarbeiten.

Avocados

Auch auf das Verfüttern von Avocados solltet ihr verzichten. Manche Avocado-Sorten (oder Teile davon) enthalten Persin. Es schädigt den Herzmuskel eures Vierbeiners und kann zum Tod führen.

Butter

In Butter sind Fettsäuren enthalten, die von Hunden weniger gut verdaut werden können, als andere Fette. Kleinere Mengen sind nicht bedenklich, aber zu viel Butter kann zu Erbrechen und Durchfall führen.

Gekochte oder gebratene Knochen

Knochen, die gekocht oder gebraten wurden, bergen eine hohe Splittergefahr. Die Splitter können zu Verletzungen (im Mundraum, in der Speiseröhre oder im Magen-/Darmtrakt) und im schlimmsten Fall sogar zum tödlichen Darmverschluss führen. Knochen vom Schwein solltet ihr gar nicht verfüttern.

Knoblauch & Zwiebeln

Als Futter für Hunde sind Zwiebeln und Knoblauch nicht geeignet. In bestimmten Mengen sind sie Gift für eure Fellnasen. Die darin enthaltenen Sulfide zerstören die roten Blutkörperchen  und können eine Blutarmut hervorrufen.

Milchzucker

In der von vielen Zweibeinern heiß geliebten Milch sind viele gesunde Nährstoffe enthalten. Viele Hunde können den Milchzucker (Laktose) aber nicht vertragen und bekommen davon Durchfall. Alternativen sind Laktosefreie Milch und z. B. Quark, weil dieser gegoren ist.

Nachtschattengewächse (Kartoffeln (roh), Tomaten, rohe Paprika, Auberginen)

Sogenannte Nachtschattengewächse enthalten Solanin und sind deshalb nicht als Futtermittel für Hunde geeignet. Besonders nicht grüne Tomaten und grüne oder keimende Kartoffeln. Denn sie enthalten viel natürliches Toxin. Wenn ihr Kartoffeln verfüttern wollt, sollten sie deshalb immer ohne Schale gekocht worden sein. Das Kochwasser der Kartoffeln ist auch nichts, was in den Hund gehört. Also gießt es einfach ab. Das gleiche gilt für Paprikas: Wenn verfüttern, dann bitte im gekochten Zustand.

Obstkerne

In den Kernen von Früchten wie Pfirsichen, Kirschen, Pflaumen oder Aprikosen ist der Stoff Cyanid vorhanden. Er wird im Magen zu Blausäure, durch die die Zellen aufgrund von Sauerstoffmangel absterben können. Das wird zwar erst bei einer größeren verzehrten Menge der Fall. Aber allein schon wegen der Größe der Kerne gilt: Entfernt erst die Obstkerne, bevor ihr sie eurem Liebling gebt. Sie können zu Verstopfung führen.

Rohe Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte wie z. B. Bohnen oder Kichererbsen sind im rohen Zustand nichts für eure Vierbeiner, weil sie Phasin enthalten. Dieses Eiweiß kann die roten Blutkörperchen verklumpen. Werden rohe Hülsenfrüchten in großen Mengen gefuttert, ist das tödlich.

Rohes Schweinefleisch

Über rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus übertragen werden, das bei Hunden zu Nerven- und Hirnentzündungen führen kann. Auch Wildschweinfleisch bitte nie roh verfüttern.

Rosinen und Weintrauben

Weintrauben, oder in getrockneter Form Rosinen, können bei eurem Liebling zu Vergiftungserscheinungen führen. Beides sollte ein Snack nur für euch Zweibeiner bleiben.

Salziges Knabberzeug

Grundsätzlich sollte euer Vierbeiner auch etwas Natrium erhalten. Fitte Hunde vertragen daher in kleinen Mengen auch mal hier und da etwas Salziges. Bei Hunden, die Herz- oder Nierenprobleme haben, verzichtet aber bitte auf Salz.

Schokolade und Kakao

Ihr solltet niemals kakaohaltige Lebensmittel verfüttern, weil sie Theobromin enthalten. Je höher der Kakaoanteil, desto höher ist der Theobromingehalt. Ab einer Dosis von 100 – 300mg Theobromin pro Kilogramm Körpergewicht kann die Substanz zu Herz-/Kreislaufversagen bei Hunden und damit zum Tode führen. Bei kleinen Hunden können also schon wenige Stückchen Schokolade tödlich sein.

Süßigkeiten

Zucker ist natürlich nicht nur für unsere Zähne, sondern auch für die Beißer unserer Fellnasen schlecht. Ein weiterer negativer Effekt von Zucker ist, dass er ganz einfach dick macht. Lasst es einfach weg. Es gibt artgerechtere Leckerlis für euren Liebling.

Eine sehr ausführliche Liste mit unverträglichen/ giftigen Lebensmitteln für Hunde findet ihr z. B. hier. Wenn ihr unsicher seid, ob ihr eurem Vierbeiner ein bestimmtes Lebensmittel geben könnt, fragt bitte zuerst euren Tierarzt.