Vereinsgeschichte

Hallo, mein Name ist Anja Laupichler und ich muss zugeben, dass auch mein erster Hund ein Vierbeiner von einem Züchter war. Doch schnell musste ich feststellen, dass es da draußen so viele Tiere gibt, denen man helfen muss, anstatt einen Hund von einem Züchter zu kaufen. Aber dazu muss ich etwas weiter zurückgehen.

Ich bin in einer heilen Kindheit aufgewachsen und wusste nichts über das Elend der Vierbeiner auf dieser Welt. Das war als Kind mit Sicherheit auch besser so. Ich wurde erwachsen und hatte mein Zuhause und meine eigene Familie inklusive Haustiere. Dann wurde meine Katze überfahren und ich war wie betäubt – war es doch mein zweites Baby gewesen. Ich konnte es weder begreifen noch verarbeiten und war total verzweifelt. Er war doch noch so jung. Ich bin eigentlich kein Mensch, der an, wie man es nennt, „Hokuspokus“ glaubt, aber in diesem Moment hat es mir geholfen. Ich wollte von nun an an die Wiedergeburt glauben. Ich musste jenen kleinen Kater zurückbekommen und so suchte ich nach ihm. Das klingt total bescheuert, aber es hat mir geholfen.

Auf meiner Suche lernte ich eine Frau aus Mecklenburg-Vorpommern kennen. Sie holte mich in die Realität und erzählte mir von dem Tierelend in Mecklenburg. Sie zeigte mir Hunde, die an kurzen Ketten hingen und nicht einmal eine Hütte zum Schutz vor Wind und Wetter hatten. Ich konnte es nicht begreifen. Das waren doch Familienmitglieder, die immer bei ihren Menschen sein wollten. Was waren das für Menschen, die ihre Hunde so hielten? Und so kam ich in die Realität. Die Frau hatte sehr viele Hunde aus solchen Verhältnissen bei sich aufgenommen und platzte aus allen Nähten. Wir blieben in Kontakt. Dann hatte meine Suche endlich ein Ende und mein kleiner Kater kam in Form von „Kimba“, meinem jetzigen Kater, zu mir zurück. Endlich wurde meine Welt wieder etwas besser.

Irgendwann rief mich die Frau aus Mecklenburg wieder an. Es ging erneut um schreckliche Hundehaltung und sie bat mich um Hilfe. So kam ich zu meinen ersten Nothunden, die ich mit Hilfe anderer Tierschützer aus ihrem Elend befreite. Es folgten weitere und es sprach sich herum, dass ich mich um in Not geratene Tiere kümmerte. Und so wurde es mehr und mehr. Ich lernte dadurch auch viele tolle Menschen kennen, die ebenfalls Herz hatten und helfen wollten. So lernte ich unter anderem Iris, eine meiner heutigen Vereinskolleginnen, kennen.

Sie rief mich eines Tages wegen eines behinderten Hundes an, für den ich dringend ein Zuhause suchte. Auch Iris hat eine gesundheitliche Beeinträchtigung und wollte einem Tier helfen, dem es ähnlich ging. Auch hiervon gibt es leider viel zu wenig Menschen, die auch einem behinderten Tier ein tolles Zuhause geben. Hierzu können Sie bei uns einen tollen Erfahrungsbericht über das Leben mit einem Handicap Hund finden. Auch unter häufig gestellte Fragen gehen wir auf dieses wichtige Thema ein.

Soviel dazu, wie wir zum Tierschutz gekommen sind. Allein, dass es das Wort Tierschutz geben muss, macht mich traurig. Warum muss man Tiere vor Menschen schützen? Wir haben uns entschieden, Tieren zu helfen, weil es so viele Menschen gibt, die sich dazu entschieden haben, ihnen wehzutun. Denn solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. Und auf dieser Basis entstand der Verein Vierbeiner in Not e.V.! Um mehr über den Vierbeiner in Not e.V. zu erfahren, schaut euch unser Leitbild und unsere Satzung an.